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Mehr Infos zum Thema Wolf


"In letzter Zeit kommt es vermehrt zu Wolfssichtungen in Deutschland. Wird ein Wolf von Menschen gesehen, taucht er inzwischen auch sogleich in den Medien auf, nicht immer mit positiver Berichterstattung.
Der richtige Umgang mit Wölfen muss erst wieder neu gelernt werden, da Wölfe in unser Landschaft seit über einhundert Jahren ausgerottet waren.

Um das Risiko von Unfällen zu vermeiden, sollten immer – unabhängig davon, ob der Wolf den Menschen meidet oder ob er sich eher neugierig zeigt – folgende Verhaltensregeln beachtet werden:

- nicht nachlaufen oder gar anfassen,
- Abstand halten und sich gegebenenfalls langsam zurückziehen,
- nicht anfüttern,
- Wurfhöhlen meiden.

Diese Regeln gelten im Übrigen für alle Wildtiere, also beispielsweise auch für Fuchs oder Wildschwein, die dem Menschen gegenüber sehr wehrhaft werden können. Jede Begegnung mit einem Wolf sollte bei den zuständigen Stellen gemeldet werden. Hundehalter sollten ihre Hunde in von Wölfen besiedelten Regionen immer an die Leine nehmen.

Wölfe gehören genauso zu unserem Ökosystem wie Rehe und Hasen. Nachdem sie vor circa 150 Jahren in Mitteleuropa durch den Menschen nahezu ausgerottet wurden, kommen sie nun von sich aus wieder in ihren ursprünglichen Lebensraum zurück. An der Akzeptanz unserer Gesellschaft für Wölfe wird es liegen, ob diese faszinierenden Tiere in unserer Region dauerhaft eine Chance haben."

Robert Kless IFAW (International Fund for Animal Welfare)



Wölfe sind ausgezeichnete, sehr ausdauernde Wanderer. Sie können über eine Woche
umherziehen, unerkannt und ohne nennenswerte Nahrungsaufnahme. Innerhalb
seines eigenen Reviers legt ein Wolf in einer Nacht leicht 20 bis 50 Kilometer zurück.
Auf Wanderschaft ist er fähig, diese Distanz innerhalb von 24 Stunden zu verdoppeln.
Der „deutsche“ Wolf „Alan“, der 2009 in zwei Monaten von Sachsen nach Weißrussland
lief, ist ein gutes Beispiel für die wölfische Wanderlust. Der Wolf „Slavc“, der aus einem
Wolfsrudel an der slowenisch-kroatischen Grenze stammt, wanderte über fast 1.000
Kilometer durch Österreich, Südtirol und Norditalien, bis er eine junge Wölfin traf
und sich mit ihr zur „Familiengründung“ niederließ. Diese abwandernden Einzelwölfe
sind auf der Suche nach einem Partner, um ein neues Rudel zu gründen. Die neuen
Rudel können sich direkt in der Nachbarschaft anderer Rudel befinden oder mehrere
Hundert Kilometer entfernt. Wölfe sind in der Lage, über große Entfernungen hinweg
neue Gebiete zu besiedeln. Immer zahlreicher werden sich dort neue Rudel bilden. Innerhalb
von nur 10 bis 20 Jahren können ganze Regionen von Wölfen wiederbesiedelt
werden.
(Quelle: www.wwf.org) World Wildlife Fund, wolf report


Für Niedersachsen können in folgenden Regionen Wölfe bestätigt werden:

a) territoriale Vorkommen von Wolfsrudeln:

  • seit 2012 auf den Truppenübungsplätzen Munster  
  • seit 2013 auf dem TÜP Bergen
  • seit 2013 im Wendland 
  • seit 2014 auf dem Schießplatz Rheinmetall 
  • Ein Wolfsrudel seit September 2014 im Landkreis Celle (Raum Eschede)
  • Ein Wolfspaar seit Juli 2014 im Landkreis Cuxhaven
  • Ein Wolfspaar im Raum Fuhrberg seit 2014
  • Territoriale Fähe in der Grafschaft Bentheim/Landkreis Emsland

        Regelmäßig werden seit März 2014 auch Wolfsnachweise aus dem westlichen Niedersachsen aus der Nähe von Meppen und Nordhorn gemeldet. Genetische Analysen brachten den Befund, dass es sich hierbei um eine junge Wölfin handelt, welche aus dem Gartower Rudel im Wendland stammt. Die Fähe konnte sowohl auf dem Schießplatz Meppen als auch auf dem Gelände Nordhorn Range nachgewiesen werden. Damit scheint sich in dieser Region ein Einzeltier ortstreu aufzuhalten. 

 (Quelle: wildtiermanagement.com)

siehe auch Website des NABU.de